Dr. med.
Vincenzo Bluni

Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
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Neue Leitlinien zur Geburtseinleitung

Seit Februar 2010 gibt es neue Leitlinien zum Vorgehen bei Terminüberschreitung und übertragener Schwangerschaft. Ab wann soll eine Geburt eingeleitet werden und wie sollen die Kontrollen bis zur Geburt aussehen?

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. hat dazu eine S1-Leitlinie neu gefasst:

Die Empfehlung zur Überwachung des Feten ab 40+0 SSW beinhalten:

  • eine Ultraschalluntersuchung mit Bestimmung der Maße und des Gewichtes des Feten und Fruchtwassermenge. Die Bestimmung sollte am Termin erfolgen, sofern nicht innerhalb eines Zeitraums von 4 Wochen zuvor eine Ultraschalluntersuchung stattgefunden hat. Diese dient dem Ausschluss einer chronischen Plazentainsuffizienz mit Wachstumsminderung
  • in 3-täglichen Abständen soll die sonographische Bestimmung der Fruchtwassermenge erfolgen. Die Überprüfung der Herzaktion des Feten kann durch die Registrierung eines Ruhe-CTGs vorgenommen werden
  • bei geburtshilflich reifem Befund (Bishop Score >6) ist eine Geburtseinleitung eine mögliche Option, sofern die Schwangere den Wunsch hierzu äußert


Diese Leitlinie sagt somit, dass gewichtige Gründe bestehen, allen Schwangeren die Einleitung möglichst bald ab 41+0 SSW zu empfehlen.

Bei der Aufklärung der Eltern sollte jedoch beachtet werden, dass die Risikoerhöhung hinsichtlich perinataler Mortalität bei abwartendem Verhalten nach 41+0 SSW zwar signifikant ist, sich die absoluten Zahlen aber immer noch in einem sehr niedrigen Bereich bewegen.

Wird bis nach der 41.SSW abgewartet, so bedarf es der sorgfältigen Aufklärung über die entsprechenden Risiken von Mutter und Kind. In diesem Zeitraum erfolgt die Überwachung 2-3-täglich durch Beurteilung der Fruchtwassermenge und durch das CTG.

Anzumerken bleibt allerdings, dass diese nue Leitlinie im Moment noch kein Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien ist. Und damit sind die geforderten zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen genau genommen auch keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Insofern steht es jeder Frauenärztin/Frauenarzt frei, die schwangere Patientin darauf hinzuweisen und mit ihr über die Rahmenbedingungen zu sprechen.




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