Dr. med.
Vincenzo Bluni

Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
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Folsäuresubstitution und Asthma - was ist dran?

Wissenschaftliche Studien belegen den Sinn einer vorsorglichen Einnahme von Folsäure in der Schwangerschaft. Eine australische Studie hat fragliche Zusammenhänge mit  Asthma im Kindesalter untersucht. Was ist an dieser Studie dran?

Die prophylaktische Einnahme von Folsäure kann vor schwerwiegenden, fetalen Fehlbildungen, den so genannten Neuralohrdefekten schützen. Bei Frauen, die perikonzeptionell (4 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Befruchtung der Eizelle) Folsäure einnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Neuralrohrdefekt zu gebären, um bis zu 70% geringer.

Die aktuelle Studie, die in der Fachzeitung American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, hat Frauen untersucht, die im Gegensatz zu schwangeren Frauen in Deutschland sehr hohe Dosen Folsäure eingenommen haben. Darüber hinaus war ein nicht unerheblicher Teil der Frauen Raucherinnen. Es zeigte sich bei der Untersuchung dieser Frauen, dass bei der Einnahme von ungewöhnlich hohen Tagesdosen (42,9 - 5.500 µg/Tag) über die gesamte Schwangerschaft bei deren Kindern häufiger eine Asthmaerkrankung zu beobachten ist.

Hierzu ist kritisch anzumerken, dass in Deutschland in den meisten Fällen zwischen 400-800 µg Folsäure pro Tag empfohlen werden und dass bei den in Australien untersuchten Frauen ein Zusammenhang eher zwischen dem Rauchen und der Asthmaerkrankung der Kinder zu suchen ist.

Fazit ist, dass diese Untersuchung keinesfalls dahingehend ausgelegt werden sollte, auf die Folsäuresubstitution in der Schwangerschaft in der in Deutschland empfohlenen Dosis zu verzichten.



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