Dr. med.
Vincenzo Bluni

Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
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Disease-Management-Programm (DMP)Brustkrebs - Unsere Praxis macht mit

Ein Disease-Management-Programm stellt ein Programm zur verbesserten Versorgung chronisch Kranker dar. Das Ziel eines solchen Programms ist es, unter Einbeziehung aller an der Behandlung Beteiligten, die Versorgung von chronisch Kranken zu verbessern. Zurzeit gibt es zu folgenden chronischen Erkrankungen ein Disease-Management-Programm:

  • Brustkrebs
  • Diabetes Typ 1
  • Diabetes Typ 2
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Asthma/COPD

Wer sind die Beteiligten?

  • die Patientin/der Patient
  • die koordinierende Praxis mit dem "DMP-verantwortlichen" Arzt/Ärztin
  • das DMP-Krankenhaus, das sich am Programm beteiligt
  • die zuständige Krankenkasse

"Brustkrebs ist eine chronische Krankheit. Es war lange überfällig, die Qualität der Versorgung bei diesem Krankheitsbild zu verbessern", sagt Professor Dr. Walter Jonat, Leiter der Universitäts-Frauenklinik Kiel und Mitglied des Medizinischen Beirats der Deutschen Krebshilfe. Und auch die Deutsche Krebshilfe begrüßt das DMP für Brustkrebs. Sie fordert Ärzte und Patientinnen auf, sich aktiv zu beteiligen. "Die Betreuung von Frauen mit Brustkrebs geschieht nicht nur auf medizinischem Wege, es gibt auch eine psychosoziale Komponente", sagt Roland Sing, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Wir, als teilnehmende Praxis und das in die Behandlung eingebundene Krankenhaus verpflichten uns dabei zu regelmäßigen Fortbildungen. Als Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Programm müssen wir und das Krankenhaus bestimmte fachliche Anforderungen und Qualitätskriterien erfüllen. Der Gesetzgeber verpflichtet uns darüber hinaus dazu, die Behandlung der DMP-Patientin gesondert zu dokumentieren.

Die Patientin kann einen "DMP-Arzt" ihrer Wahl benennen. Dieses kann ein niedergelassener Arzt/Facharzt oder einen Arzt im Krankenhaus sein, der dann von Anfang an ihr zuverlässiger Ansprechpartner ist. Als Lotse führt er durch die Behandlung und bei ihm laufen die Fäden zusammen.

Angeboten wird ein solches Programm mittlerweile von vielen Krankenkassen. Erkundigen sie sich doch bei Ihrer Krankenkasse, ob auch sie dieses für Sie anbietet!

Was ist das Ziel eines DMP Brustkrebs?

  • Das Vermeiden des Wiederauftretens der Erkrankung und/oder des Fortschreitens der Erkrankung
  • eine qualitätsgesicherte Behandlung
  • die Verbesserung der Lebensqualität der Patientin
  • die Einbindung aufgeklärter Patientinnen in die Behandlungsentscheidungen und ein patientinnenzentriertes Vorgehen
  • die systematische Koordination der Behandlung der betroffenen Patientinnen
  • die interdisziplinäre Kooperation und Kommunikation aller beteiligten Ärzte in Praxis und Klinik mit den teilnehmenden Krankenkassen

Welche Patientin kommt für das DMP Brustkrebs in Frage?

Es können alle Patientinnen mit Brustkrebs eingeschrieben werden, die folgende Einschreibekriterien erfüllen und bereit und in der Lage sind, aktiv am Programm teilzunehmen:

  • Feingebweblicher Nachweis eines Brustkrebs oder seines Wiederauftretens (Rezidiv) Meist wird die Diagnose schon vor dem therapeutischen Eingriff gestellt.
  • Diagnosesicherung liegt nicht länger als 5 ½ Jahre zurück.
  • Das Vorliegen von Fernmetastasen bei bekanntem Brustkrebs, unabhängig vom Zeitpunkt der Erstdiagnose

Benötigen Sie weitere Informationen zum Thema Disease-Management-Programm Brustkrebs? Diese können sie unter der Adresse der AOK abrufen und ausdrucken.

Kritische Stimmen zu Disease Management-Programmen

Es gibt aber sicher auch berechtigte Kritik an den Disease-Management-Programmen. Diese stellt die vorgegebenen Ziele und die Art ihrer Umsetzung entsprechend in Frage.

Dabei ist die Kopplung mit den Erlösen aus dem Risikostrukturausgleich für die Krankenkassen (RSA) und die damit verbundenen Anreizmechanismen für die Versicherer zum Beispiel sicher bedenklich. Denn dabei laufen die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) doch Gefahr, sich aus Wettbewerbsgründen bei der Umsetzung der Programme und der Einschreibung ihrer chronisch kranken Versicherten primär an den RSA-Effekten orientieren zu müssen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Gesamtkosten durch die neuen Regelungen um Milliarden Euro steigen und die Mehrkosten lediglich durch Nutzung des RSA-Mechanismus zwischen den Wettbewerbskassen umverteilt werden.

Unbestritten ist, dass die Versorgung von Krebspatienten in Deutschland verbesserungswürdig ist. Ob aber die DMP in der jetzigen Umsetzung hierzu das geeignete Mittel sind, ist sicher fraglich. Es bleibt zu fragen, ob die Bürokratie des DMP letztlich den eigentlichen Sinn verfehlt und hier Fehlentwicklungen den Weg ebnet.

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