Dr. med.
Vincenzo Bluni

Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
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Individuelle Gesundheitsleistungen - IGEL - Schwangerschaft


Toxoplasmose und Schwangerschaft


Toxoplasmen sind weit verbreitete Einzeller, die bei erwachsenen Menschen eine grippeähnliche, harmlose, manchmal kaum bemerkte Infektion die sogenannte Toxoplasmose hervorrufen.

Mit zunehmendem Alter haben immer mehr Menschen in ihrem Leben bereits eine Toxoplasmose durchgemacht und sind dagegen immun (max. etwa 50%). Probleme können erst dann entstehen, wenn sich eine schwangere Frau erstmals mit dem Krankheitserreger ansteckt.

Warum sind Toxoplasmoseerreger für das ungeborene Kind gefährlich?

Die Erreger setzen sich zunächst im Mutterkuchen fest. Von da aus können sie das Gehirn und die Netzhaut des Auges befallen. Diese Organe können dann schwere Schäden erleiden. In der Frühschwangerschaft ist es unwahrscheinlich, dass sich das ungeborene Kind ansteckt; im Fall der Infektion wären aber Schäden zu befürchten. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto wahrscheinlicher wird eine Infektion des Kindes, aber desto weniger gefährlich sind ihre Folgen.

Vorsichtsmaßnahmen - Laboruntersuchungen

Von großem Wert ist eine Blutprobe, um die Abwehrsituation der Schwangeren bezüglich der Toxoplasmose zu kennen. Damit können unklare Situationen (Unterscheidung zwischen frischer und mehrere Monate alter Infektion) vermieden werden. Es kann aber auch direkt festgestellt werden, ob ein Schutz besteht und somit in Zukunft weitere Testungen überflüssig sind. Frauen, die Toxoplasmose bereits durchgemacht haben, müssen keine Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Die Laboruntersuchung auf Toxoplasmose stellt keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung dar, wenn keine konkreter Infektionsverdacht vorliegt.

Zeigt sich bei einer Schwangeren zu Beginn der Schwangerschaft, dass sie keinen Schutz vor der Infektion besitzt, sollte die Untersuchung in jedem Fall in der 20. und 30. Schwangerschaftswoche wiederholt werden, um eine zwischenzeitliche Ansteckung auszuschließen und um noch genügend Zeit für eine antibiotische Behandlung zu haben.

Für Toxoplasmose-negative Schwangere gilt:
  • Kein Genuss von rohem oder blutigem Fleisch (Beefsteak, Tartar).
  • Kein Kontakt mit Katzenkot und Katzenkistchen (außer mit Gummihandschuhen).
  • Junge Kätzchen meiden (diese scheiden besonders viele Parasiten aus).
  • Bei Gartenarbeit Handschuhe tragen, Hände von Augen, Nase und Mund fernhalten und anschließend gut abwaschen. Sowohl im Garten als auch in Sandkästen von Kindern findet sich häufig Katzenkot.
  • Beim Zubereiten von rohem Fleisch Augen, Nase oder Mund mit den Händen möglichst nicht berühren. Hände anschließend gut abwaschen.
  • Rohes Obst und Gemüse immer gut abwaschen.
  • Katzenhalter: gehen ein erhebliches Risiko ein. Die Katze soll, wenn möglich, nicht draußen jagen gehen. Auch der Katze soll nur gekochtes Fleisch gefüttert werden. Das Katzenkistchen mit heißem Wasser desinfizieren.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit einem Merkblatt zur Toxoplasmose unter der Adresse:
http://www.bfr.bund.de/cm/238/verbrauchertipps_schutz_vor_toxoplasmose.pdf (letzter Abruf: 14.1.2011)



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